Monat: Oktober 2018

Sprachliche Gleichberechtigung

Geschlechter–Gerechtigkeit

Im Deutschen haben alle Substantive ein Geschlecht, auch solche, die kein natürliches Geschlecht haben. Der Stuhl ist zunächst einmal weder männlich noch weiblich. da sind wir uns vermutlich alle einig. Menschen, die gerade Deutsch lernen, können ein Lied davon singen, wie irre aufwendig es ist, den jeweils richtigen Artikel parat zu haben.

Grammatisches Geschlecht

Aber was ist mit Substantiven, die eine Person beschreiben? Diese Person, die sich grammatikalisch weiblich anhört, kann ja auch ein Mann sein. An was denken wir, wenn von einer Person die Rede ist? Sehen wir vor unserem inneren Auge eine Frau oder einen Mann? Und was passiert, wenn unser Gesprächspartner von den Dienstpflichten eines Polizisten spricht. Denken wir dann an die Angaben eines in Schwarzblau uniformierten Mannes? Oder haben wir die Aufgaben seiner Kollegin mit dem Pferdeschwanz gleich mit im Blick?

Die Sprachwissenschaft

Linguisten wie Peter Eisenberg von der Universität Potsdam beantworten die offene Frage, wie mit der Diskrepanz zwischen generischem (die Ärztin) und grammatikalischem Geschlecht (der Tisch), mit einem beherztem weder-noch. Dieser Logik folgend ist mit „der Lehrer“ weder eine Frau noch ein Mann gemeint. Das ist sprachlogisch sicherlich richtig, da das generische Maskulinum aus dem Stamm  des Verbes „lehren“, also „lehr“ und dem Suffix zur Substantivierung, hier also „er“ gebildet werden. Ein Lehrer ist also eine Person, die lehrt. Blöd nur, wenn in den Köpfen der hörenden Personen trotzdem ein Mann erscheint, spricht jemand von dem Lehrer.

Geschlechtergerechte Sprache

Vielleicht ließe sich das lösen, indem immer mehr Richterinnen, Lehrerinnen und Ärztinnen ihre Arbeit tun. Vielleicht dächten wir dann nicht mehr automatisch an Männer, wenn von den Ärzten die Rede ist. Gerade Ärztinnen sind aber ein gutes Beispiel, es gibt immer mehr von ihnen. Die Bilder von Männern in weißen Kitteln ändern sich in den Köpfen der Hörenden jedoch nur zögerlich. Probieren Sie es aus.

Anatol Stefanowitsch von der Freien Universität Berlin hält mit einem weiteren sprachlogischen Argument dagegen. Er sieht hier eine Verwechslung zwischen der logischen Unabhängigkeit der Kategorien generisches und grammatisches Geschlecht und ihrer empirischen Unabhängigkeit. Denn bei Personenbezeichnungen korrelierten meist Genus und Sexus: Maskulina bezeichnen hier meist Männer, Feminina dagegen meist Frauen. Vor allem seien Wörter, die sich ausschließlich auf Männer beziehen („Mann“, „Mönch“, „Junge“, „Kerl“) immer Maskulina. Wörter, die sich ausschließlich auf Frauen bezögen,  Feminina („Frau“, „Nonne“) und vereinzelt Neutra (der Diminutiv „Mädchen“ oder das „Weib“).

Was können wir tun?

Der Duden gibt neuerdings eine Broschüre zur geschlechtergerechten Sprache heraus. Die Autorinnen stellen unter anderem Möglichkeiten vor, geschlechtergerechte Sprache zu nutzen. Das große Binnen I wie in JuristInnen ist eine Möglichkeit, der sogenannte Gender Gap Mediziner_Innen eine zweite. Beide sind etwas sperrig. Wie können wir es besser machen? Öfter Substantive suchen, die neutral klingen, wie die Studierenden zum Beispiel. Substantive im grammatikalischem Maskulinum wie der Radiohörer mit solchen abwechseln, die im grammatikalischem Femininum stehen, wie die Person.

Gutes Deutsch, das geht. In unseren Sprach Coachings trainieren sie, gute Ausdrucksweise.

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Neu: Französisch Konversation ab Oktober

Dreimonatiger Konversationskurs Französisch

Im Herbst den Beaujolais nouveau probieren oder einen der leckeren Weißweine in der Bourgogne entdecken, vielleicht nach Paris reisen, wo Museen und Konzerte locken. Die Bourgogne, Paris, Lyon, die Dordogne oder Bordeaux – Frankreich hat viele wunderschöne Urlaubsdestinationen zu bieten.

Besonders abseits der ausgetretenen Touristenpfade sprechen viele Franzosen nicht mehr allzu gut und gerne andere Sprachen als Französisch.

Auf Alltagsgespräche können Sie sich gut vorbereiten, wenn Sie schon zu Hause in Hamburg regelmäßig Französisch sprechen. Unser Konversationskurs Französisch animiert Sie genau dazu intensiv.

Französisch lernen im Herbst und Winter 

Keine Sorge, mit intensiv meinen wir nicht so sehr intensives Grammatikpauken sondern intensives Sprechen, intensives Reinhören und spielerische Anregungen. Bei uns lernen Sie Französisch quasi nebenbei – ohne lästige Hausaufgaben und nervige Grammatikübungen. Wir sprechen französisch ohne lange darüber nachzudenken. Wer eine Formulierungshilfe, einen Satzbaustein oder eine französische Vokabel braucht, bekommt sie nebenbei.

Französisch Konversation

Das erwartet Sie in unserem Konversationskurs: Wir begeben uns in typische Alltagssituationen.

– Beim Backen von z. B. französischer Crêpes werden Sie die Zutaten auf französisch benennen, genauso wie die einzelnen Tätigkeiten.

– In praktischen Übungen simulieren wir Situationen, wie sie uns Alltag  begegnen. Wie frage ich auf französisch nach dem Weg? Wie erkläre ich, was ich im Restaurant essen möchte. Wie äußere ich meine Meinung zu gesellschaftlichen oder politischen Themen? Wie erkläre ich eine Bastelanleitung?

– In kleinen Filmen, Podcast und Radio-Mitschnitten  hören wir uns intensiv in den Singsang der anderen Sprache.

– Nach jeder Stunde nehmen Sie außerdem praktische Tipps und Anregungen, wie sie weiter in die Sprache eintauchen können, mit nach Hause.

Fließend auf Französisch, das geht. Sie werden es erleben.

      • 90 Minuten jede zweite Woche

      • Kleingruppe: 4-6 Teilnehmer

      • Aktuelle praktische Themen.

      • Kultur, Politik und das Wetter

      • Kurze Grammatik Einheiten, wenn es sinnvoll die kommunikativen Bedürfnisse unterstützt

      • Je nach Gruppengröße ab 70,-Euro/ Monat

      • Unser Konversationskurs findet im Oktober, November und Dezember in Altona statt.

      • Rufen Sie uns an oder mailen Sie uns, wenn Sie einmal besuchsweise in unseren laufenden Konversationskurs reinhören möchten

Schreiben Sie uns eine Email an: info@wortwechsel-hamburg.de

Oder rufen Sie uns an:  49 151 11652389